Die London Fashion Week Herbst/Winter 2026/27 startete mit klarer Überzeugung. Statt Zurückhaltung lieferte die Woche vor allem eines: Haltung. Britisches Erbe wurde zerschnitten, neu zusammengesetzt und mit Absicht getragen. Mäntel dominierten. Karos wurden auseinandergenommen und neu aufgebaut. Romantik kam strukturiert, gelayert und bewusst leicht undone daher. Londons DesignerInnen machten das, was sie am besten können – sie stellten die Idee von makelloser Perfektion in Frage und ersetzten sie durch Persönlichkeit.
Spätestens beim letzten Look war klar: London bleibt die Risiko-Abteilung der Branche. Nichts wurde für mehr Gefälligkeit weichgespült. Proportionen wurden gepusht, Traditionen neu gedacht, DesignerInnen standen klar hinter ihrer Haltung. Herbst/Winter 2026/27 scherte sich wenig um Trends, dafür umso mehr um Identität. In einer Saison, die nach Klarheit suchte, lieferte London genau das.
Die Top-Looks der London Fashion Week Herbst/Winter 2026/27
Tolu Coker

Toga

Paul Costelloe

Natasha Zinko

Keburia

Joseph

Erdem

Emilia Wickstead

Agro Studio

Simone Rocha

Burberry

Während wir weiter nach Mailand ziehen, hinterlässt London einen präzisen Eindruck. Britisches Design ist am stärksten, wenn es seine eigenen Codes hinterfragt, statt sie unberührt zu konservieren. Diese Saison hat gezeigt: Haltung – ausgedrückt durch Proportion, Textur und Spannung – macht London dann am relevantesten.
Teaserfoto Fotos: © Launchmetrics SpotlightSM
Die 13 Top-Menswear-Trends für Herbst/Winter 2026/27 findest du hier auf faces.ch.





