„Welcome back, eighties“, ruft unser wunderschönes April-Cover. Rosa Eimann, unser Covermodel, feiert die bunte Dekade ebenso. Wir haben ihr ein paar Fragen gestellt und dabei unter anderem erfahren, mit welchem Mindset man am besten ans Modeln geht, was sie immer in ihrer Tasche mitträgt und was sie sich für ihre Zukunft erträumt.

FACES: Wie fühlt es sich an, sein eigenes Gesicht auf einem Magazincover zu sehen?
Rosa Eimann: Das fühlt sich ziemlich gut an, kann man nicht anders sagen. Dadurch, dass so viele Jobs nur online zu sehen sind, ist es immer besonders, die Arbeit, die man macht, in real life zu sehen und in den Händen zu halten.
F: Erzähl uns etwas über dich: Woher kommst du, wie hat dein Weg als Model angefangen? War es schon immer ein Traum von dir?
RE: Ich komme aus Halle (Saale) in Deutschland. Dort bin ich aufgewachsen und jetzt wohne ich in Berlin und studiere Produktdesign neben dem Modeln. Ich model jetzt schon eine Weile. Mit 16 wurde ich in Kopenhagen im Familienurlaub gescoutet und dann habe ich angefangen. Davor hatte ich nie groß darüber nachgedacht zu modeln, aber vielleicht hätte ich es irgendwann trotzdem probiert, wäre ich nicht angesprochen worden.
F: Was magst du lieber: Shootings oder den Runway?
RE: Beides hat so seine Vor- und Nachteile. Wahrscheinlich mag ich Shootings sogar lieber, da Shows mit so viel Stress drum herum verbunden sind. Aber dieser Moment, wenn man auf dem Laufsteg ist, der ist es dann doch wert!


F: Dein allerliebstes Shooting oder dein allerliebster Runway bis jetzt?
RE: Meine erste Show wird für mich immer besonders sein, da die auch mein erstes Modeling war. Ich war 17, das erste Mal in Paris und bin für Valentino gelaufen. Das war damals so aufregend für mich und der erste Einblick in diese Welt. Da denke ich immer wieder gern daran zurück!
F: In unserem Shoot, bei dem auch das Cover entstanden ist, stand alles ganz im Zeichen der Achtziger. Gefällt dir die Achtziger-Ästhetik? Mit welcher Dekade kannst du dich am ehesten identifizieren?
RE: Ich liebe die Achtziger! Ob Mode, Musik oder sonstiges. Ich war schon immer sehr inspiriert durch diese Zeit. Ansonsten finde ich auch die Siebziger, Neunziger oder Zwanziger spannend. Festlegen könnte ich mich da gar nicht so genau, da Bereiche wie Mode und Musik ja auch immer wieder Inspiration aus früheren Dekaden nehmen und Dinge neu interpretieren. Damit ist vieles ja auch miteinander verbunden, was für mich gerade das Spannende ist.
„Mein Style ist irgendwas zwischen rockig, retro, girly und vor allem bunt!“


F: Wie würdest du deinen persönlichen Kleidungsstil beschreiben und hat er sich stark verändert, seit du als Model arbeitest?
RE: Mein Style ist irgendwas zwischen rockig, retro, girly und vor allem bunt! Ich liebe es, viele Farben zu tragen, Muster zu kombinieren und ich falle gerne auf mit dem, was ich trage. Aber vor allem ist mein Ziel, immer Spaß zu haben mit dem, was ich trage! Und insgeheim versuche ich einfach auszusehen wie ein Rockstar girlfriend (lacht). Mein Style hat sich definitiv verändert seit ich mit Modeln angefangen habe, aber das liegt mehr daran, dass ich mit 16 angefangen habe und jetzt 21 bin. Ich glaube, sonst hat das keinen großen Einfluss auf meinen persönlichen Stil. Außer, wenn ich zu Castings gehe und langweilige schwarze Outfits anziehen muss, das bin dann nämlich nicht komplett ich!
F: Was würdest du an der Modeindustrie sofort ändern, wenn du könntest?
RE: Stundenlanges Warten für Castings! Das fühlt sich immer an wie pure Zeitverschwendung. Natürlich könnte ich auch etwas Produktives in der Zeit machen, aber meistens sitze ich nur da und höre Musik..
F: Welche Tipps würdest du jungen Mädchen geben, die als Model arbeiten wollen? Und welche würdest du rückblickend dir selbst geben?
RE: Macht euch nicht so viel Stress, weil es liegt nicht in euren Händen. Wenn Kunden dich mögen, buchen sie dich, und wenn nicht, dann nicht. Da kann man nicht viel machen. Wenn man sich in diesem Job zu viel Druck macht, kann das einen so runterziehen und man verpasst den besten Part! Versucht die Möglichkeiten, die euch geboten werden zu genießen, reist, lernt Leute kennen, habt Spaß, und nehmt mit, was ihr nur könnt. Dieser Job kann einem so viel geben, wenn man mit dem richtigen Mindset ran geht.
„Dieser Job kann einem so viel geben, wenn man mit dem richtigen Mindset ran geht.“


F: Für welche DesignerIn oder Brand würdest du sofort alles stehen und liegen lassen, würden sie dich buchen?
RE: Das wird für mich immer Saint Laurent sein!
F: Wer oder was inspiriert dich am meisten?
RE: Die Leute um mich herum! Jedes Mal, wenn neue Leute in mein Leben kommen, lerne ich so viel und wachse daran. Das schätze ich sehr.
F: Wie verbringst du deine Zeit am liebsten, wenn du nicht modelst?
RE: Ich habe angefangen zu studieren, also verbringe ich momentan viel Zeit an der Uni, was mir sehr Spaß macht. Ich bin an der Kunstuni, also zeichne ich viel und probiere mich aus. Sonst versuche ich neuerdings, Bassgitarre zu lernen. Vielleicht werde ich ja doch noch Rockstar irgendwann…
F: Verrate uns etwas Unerwartetes oder Überraschendes über dich!
RE: Ich liebe Tee und habe deshalb immer Teebeutel in meiner Tasche, die ich von irgendwo mitnehme. Also falls ihr mich mal irgendwo seht und einen Tee braucht, I got you!
F: Ohne welche drei Dinge könntest du nicht leben?
RE: Airwaves Kaugummi in lila (ich habe wirklich ununterbrochen Kaugummi im Mund), Google Maps – mein Maps ist wirklich mein Holy Grail, ich hab alles gespeichert darauf –, Sonnenbrillen!
F: Was steht so auf deiner Bucket List?
RE: Viele Reiseziele in Süd- und Mittelamerika! Das sind oft Länder, wo ich mit dem Modeln nicht unbedingt hinkomme. Also muss ich da unbedingt mal privat hin!


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Fotos: © Launchmetrics Spotlight
Wir haben auch mit unserem März-Covermodel Mary Ukech geplaudert.





