Wir können es kaum erwarten, bis „The Devil Wears Prada 2“ über die Kinoleinwand flimmert. Denn Mode gehört seit jeher zum Film. Um die Wartezeit auf die wohl heißersehnteste Fortsetzung zu verkürzen, haben wir die besten Filme zusammengestellt, die sich mit Mode auseinandersetzen.
The Devil Wears Prada (David Frankel, 2006)
Wenn nur ein einziger Film in diese Liste müsste, dann wohl dieser hier. The one and only Miranda Priestley (Meryl Streep), die eiskalte Chefredakteurin, deren etwas hinterhältige Assistentin Emily (Emily Blunt) und die neue, massiv überforderte Assistentin Andrea Sachs (Anne Hathaway) haben anno 2006 paradoxerweise alle davon träumen lassen, bei einem Modemagazin zu arbeiten, Schikane der Chefredakteurin hin oder her. Es ist ja auch der beste Job der Welt. „The Devil Wears Prada“ hat Generationen geprägt, die Gerüchteküche um Anna Wintour brodeln lassen und trotz Überspitzung klargestellt: Die Modeindustrie und Printmagazine werden immer in sein.

House of Gucci (Ridley Scott, 2021)
Wenn die eigene Familiengeschichte wilder ist als jeder Krimi, dann muss man sie verfilmen. Lady Gaga brilliert als Patrizia Reggiani, die sich aus dem Nichts in den Gucci-Klan hinein geheiratet hat. Alles, was dann passiert, ist dramatisch. Doch genau so muss es sein, sonst wäre es ja nicht Gucci. Das Englisch mit gekünsteltem italienischen Akzent? Fragwürdig. Die Looks, der Cast, die Storyline? Ikonisch.

The Neon Demon (Nicolas Winding Refn, 2016)
Nicolas Winding Refn wird gerne mal beschuldigt, sein bizarres Werk „The Neon Demon“ habe viel zu wenig Substanz und sei zu provokant. Aber wenn es ums knallharte und oberflächliche Modelbusiness geht, dann passt doch nichts besser, als der Ästhetik mehr Aufmerksamkeit zu schenken als der Geschichte. Wie man es vom dänischen Regisseur kennt, wird alles ein bisschen weird und gruselig, was dank ästhetischer Inszenierung aber ausgeglichen wird.
Prêt-à-Porter (Robert Altman, 1994)
Nackte Models, eine Fashion Week mit Hunden, ein Mord oder doch nur ein Unfall und eine Reporterin, die durch Paris rast: Robert Altmans Komödie macht aus der sonst durchaus seriösen Modewelt ein wahres Kinovergnügen. Auch wenn mehrere Handlungsstränge parallel verlaufen, so kommt auch die Mode nie zu kurz und spielt ebenfalls eine Hauptrolle.

B.A.P.S (Robert Townsend, 1997)
Der wohl ikonischste Filmkritiker aller Zeiten, Roger Ebert, sagte zu diesem Film: „Absolut grauenhaft, ein Film, der so daneben ist, dass ich mich frage, warum irgendjemand daran mitwirken wollte“. Was für ein Urteil. Dabei gibt es aus modischer Perspektive viele tolle Looks zu bestaunen, während die Protagonistinnen versuchen, auf schnelle Weise an viel Geld zu kommen. Das reicht für einen unterhaltsamen Filmabend.

Sex and the City (Darren Star, 1998 – 2004)
Fakt ist: Serien hatten in den frühen Zweitausendern ihren Höhepunkt. Nichts kommt ran an Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker), wie sie in ihren viel zu hohen High Heels durch New York rast, auf der Suche nach Liebe, Erfolg oder dem nächsten Designerpiece. Außerdem entstammt dieser Serie das wohl allerbeste Zitat, mit dem FashionliebhaberInnen alle ihre Impulskäufe rechtfertigen können: „I like my money where I can see it – hanging in my closet“.

Gossip Girl (Josh Schwartz, Stephanie Savage, 2007 – 2012)
Wer Mode und Popkultur, vor allem die der frühen Nuller- und Zehnerjahre liebt, kommt nicht um „Gossip Girl“ herum. Die Serie rund um die verwöhnten New Yorker Upper East Side Kids hat eine Generation geprägt. Warum 16-Jährige trotz Schuluniform eine Garderobe voller Designerkleider haben? Und warum eine Familie mit traumhafter Backsteinloft als arm und bemitleidenswert gilt? Who the hell knows. Die sieben Staffeln sind ein Muss für alle modebewussten Serienjunkies.

Phantom Thread (Paul Thomas Anderson, 2017)
Kann es gut gehen, wenn jemand Muse, Mitarbeiterin und Geliebte eines Designers wird? Natürlich nicht. Sonst hätte man ja keinen guten Stoff für einen Film. Mit „Phantom Thread“ nimmt uns Regisseur Paul Thomas Anderson ins London der Fünfzigerjahre, wo sich ein Eifersuchtsdrama mit großartigem Kostümdesign abspielt.

Zoolander (Ben Stiller, 2001)
Ben Stiller spielt Top-Männermodel Zoolander, Owen Wilson dessen Konkurrent Hansel. Das allein klingt absurd genug, um uns vor den Fernseher zu bringen. Was uns 90 Minuten vor dem Flimmerkasten hält? Die absolut legendären und übertriebenen Looks, die die Modeindustrie ein kleines bisschen auf die Schippe nehmen. Aber irgendwie auch nicht, denn so einen silbernen Anzug würden wir auch in unseren Kleiderschrank hängen.

Clueless (Amy Heckerling, 1995)
„Clueless“ ist ein zeitloser Coming-of-Age-Film, der sich seine Zeit doch sehr ansehen lässt. In Form von tollen Looks, natürlich. Wie viele von uns sich wohl unbewusst von den Outfits der frechen Teenagerinnen inspirieren lassen haben? Das gelb karierte Ensemble, das Alicia Silverstone so hervorragend steht, ist einer der denkwürdigsten Filmoutfits. Ebenso ikonisch: Der Ausruf „Ugh, as if!“ und Alicia Silverstone selbst.

Marc by Sofia (Sofia Coppola, 2026)
Zwischen fiktionalen Modeeskapaden darf auch einmal ein bisschen Realität her. Sofia Coppola begleitete Marc Jacobs für einen intimen Dokumentarfilm drei Monate lang auf Schritt und Tritt. Dabei entstand ein Porträt, das den ZuschauerInnen die Vision des amerikanischen Designers näher bringt.


The Dressmaker (Jocelyn Moorhouse, 2015)
Eine talentierte Schneiderin kehrt in ihr abgelegenes australisches Heimatdorf zurück. Dort fertigt sie Kleider für AnwohnerInnen, genießt Ansehen und wird gleichzeitig mit tragischen Vorfällen aus ihrer Vergangenheit konfrontiert. Mode ist hier nicht nur schön anzusehen, sondern funktioniert auch als Mittel, um Machtstrukturen offenzulegen.





