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Home Fashion

Rollentausch und weibliche Blicke: Avavav Herbst/Winter 2026

by Josefine Zürcher
02.03.2026
in Fashion
Rollentausch und weibliche Blicke: Avavav Herbst/Winter 2026

Das schwedische It-Label Avavav stellte an der Mailänder Fashion Week das klassische Konzept einer Runway-Show auf den Kopf. „The Female Gaze “ drehte alles um: Gäste liefen, Models schauten. Wie immer gelang es dem jungen Label, einen viralen Moment zu generieren, hinter dem doch einiges mehr steckt, als nur Aufmerksamkeit. Präsentation und Kollektion fragen nämlich: Wie kleiden sich Frauen, wenn sie sich für andere Frauen und für sich selbst kleiden, statt für den männlichen Blick? So viel sei vorab gesagt: Um einiges spannender.

Seit Filmkritikerin Laura Mulvey über den „Male Gaze“ geschrieben hat, sind gute fünfzig Jahre vergangen. Wer sich eifrig durch Mode, Film, Kunst und Kultur konsumiert, weiß: Auch nach einem halben Jahrhundert ist der männliche Blick noch allgegenwärtig. Wenigstens wird mittlerweile auch der weibliche Blick diskutiert und aktiv eingesetzt, während der männliche, der oft als neutraler Status Quo gilt, kritisch hinterfragt wird.

Beate Skonare Karlsson, Designerin und Creative Director ihres Labels Avavav, nannte ihre Herbst/Winter 2026 Präsentation an der Mailänder Fashion Week „The Female Gaze“. In der Mode und insbesondere an der Fashion Week drängt sich die Frage regelrecht auf: Für wen kleiden wir uns? Wer schaut und wer wird angeschaut? „Für diese Kollektion habe ich versucht, Frauen so zu betrachten, wie Frauen sich gegenseitig betrachten – mit Neugier, Bewunderung und manchmal sogar Begierde, aber ohne das Bedürfnis, sie zu perfektionieren oder zu vereinfachen“, sagt Karlsson.

Diese Denkweise übersetzte Karlsson auf den Catwalk. Statt die Models wie gewohnt den Runway rauf und runter zu schicken, kehrte die Designerin den Spieß um: Die Gäste wurden einzeln in die Show geführt – nicht etwa zu ihren Plätzen, sondern mitten in die Show rein. So wurde man als BesucherIn automatisch zum „Model“, lief alleine zwischen den zwei Reihen an Modeln durch, um deren Looks zu betrachten. Und wurde so selbst beobachtet.

Als Soundtrack diente ein Gesumme an Männerstimmen, die ihre „weibliche Muse“ beschrieben. Ein regelrechtes Echo aller Erzählungen, die Frauen von klein auf begleiteten, prägen, definieren und oft wohl auch einschränken.

Vom Schauenden zum Angeschauten zu werden, war bestimmt für die männlichen Besucher eine interessante Erfahrung – vielleicht gar eine Lektion.

Weiblichkeit neu gedacht

Der männliche Blick ist überall, und er kann ganz schön nerven. Wenn wir Frauen sich für sich selbst und andere Frauen kleiden lassen, wird alles interessanter. Den weiblichen Blick in den Fokus zu rücken, heißt aber nicht, alles, was als traditionell weiblich gilt, zu zerstören. Erst recht nicht, wenn man vor Kreativität sprudelt wie Karlsson. Sie findet einen sowohl ironischen als auch nostalgischen Zugang zu hyperfemininen Elementen. Beispiel: Ein mit Seidenpapier ausgestopfter BH, der Erinnerungen an die unangenehme Pubertät-Zeit weckt, in der man in seiner Weiblichkeit noch nicht ganz angekommen ist.

Überhaupt ist die Schwedin Meisterin darin, Gegensätzliches zu vermischen und neu zu definieren. Klassische Anzughosen verschmelzen mit Bleistiftröcken. Was wie übergroße Basketballshorts aussieht, entpuppt sich durch einen konstruierten Mittelteil als A-Linien-Rock. Übergroße T-Shirts behalten ihre Größe, sind jedoch so geschnitten, dass sie den Körper umspielen, anstatt ihn zu verbergen. Avavav macht Weiblichkeit komplizierter, statt sie Stereotypen zuzuordnen. Denn genau das soll sie sein: Alles andere als eindimensional. So, wie Frauen eben auch sind.

Das junge Label setzt seit Beginn auf Kollaboration, unter anderem mit adidas Originals. Die Zusammenarbeit mit dem Sportlabel passt so gut, dass bereits zum vierten Mal Avavav x Adidas Pieces entstanden. Wie gewohnt sind diese nicht allzu sportlich, sondern vielmehr stark Avavav-ifiziert worden.
Wer bei „The Female Gaze“ dabei war, kann sich glücklich schätzen. Neu möchte Karlsson nur noch eine Show oder Präsentation pro Jahr durchführen, um sich stärker auf andere Aspekte des Labels fokussieren zu können. Und vielleicht auch, um einmal mehr mit Konventionen zu brechen. Denn das scheint für sie bis jetzt hervorragend zu funktionieren.

Shop dir deinen Avavav-Look.

Fotos: © Avavav

Mehr Entdeckungen von der Mailänder Fashion Week findest du hier.

Tags: AvavavBeate KarlssonFashion WeekMilano
Josefine Zürcher

Josefine Zürcher

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